Die zwei heilenden Schlüssel des Shaolin Coaching Teil 2 – Bedingungslose Liebe

Bedingungslose Liebe gilt als die stärkste und heilsamste Emotion, die ein Mensch empfinden kann. Viele denken bei dem Begriff Liebe möglicherweise zuerst einmal an die Liebe zwischen Mann und Frau. Liebe ist jedoch viel mehr als das. Die Liebe, die ich hier beschreibe, hat nichts damit oder mit Erotik zu tun. Vielmehr ist die hier beschriebene Form der Liebe das universelle Gefühl der Verständigung und Heilung.

Würde man ein gegenteiliges Gefühl für Liebe nennen wollen, käme vielen wahrscheinlich der Begriff Hass am ehesten in den Sinn. Und damit wären sie einem Irrtum aufgesessen. Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern fehlendes Vertrauen und Angst.
Viele Menschen leben leider nach dem Motto: „Ich liebe Dich, wenn …“. Selbst bei Eltern kann man dieses Verhalten gegenüber ihren Kindern beobachten. „Wenn Du nicht brav bist, hab’ ich Dich nicht mehr lieb!“ So lernen Kinder von klein auf, dass Liebe an Bedingungen geknüpft ist. Das schlimme daran ist, dass dadurch das Vertrauen zerstört wird. Zum einen das generelle Vertrauen des Kindes in die Eltern, die es nur lieben, wenn es sich auf eine bestimmt Art und Weise verhält, meist so wie es die Eltern gerne hätten. Zum anderen, und das wiegt weit schwerer, das sogenannte Urvertrauen. An diesem Urvertrauen hängt das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen sowie die Fähigkeit, anderen Menschen zu vertrauen.

Ist es zerstört, werden sie als Erwachsene ein Leben ohne Vertrauen wiederum an ihre Kinder weitergeben. Nach und nach wird Vertrauen in der Gesellschaft reduziert. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass Eltern solche Sätze wie oben nicht ernst meinen. Jede Otto-Normal-Mutter bzw. jeder -Vater wird sein Kind in der Regel lieben, völlig unabhängig seines Verhaltens. Für das Kind, welches oben genannten Satz hört, spielt das hingegen keine Rolle, denn es weiß und versteht das nicht. Es wird die Aussage für bare Münze nehmen. Und jetzt kommt es zur rückgekoppelten Konditionierung: Wenn das Kind daraufhin sein Verhalten für kurze Zeit ändert, wird das dummerweise die Eltern, ganz unbewusst von der Wirksamkeit dieser Erziehungsmethode, diesen Satz immer wieder sagen lassen, in völliger Unkenntnis seiner verheerenden Wirkung.

Wa(h)re Liebe

Wahre Liebe ist bedingungslos. Nur scheint in unserer von Konsum und Kapitalismus geprägten Zeit und Gesellschaft, Liebe zu einer Ware, einem käuflichen Produkt verkommen zu sein. Eltern erkaufen sich die Zuneigung ihres Nachwuchses oder sind der Meinung, dass teure Geschenke ein Zeichen elterlicher Liebe sind. Wieder andere wollen dadurch ihr schlechtes Gewissen beruhigen, in dem Wissen, dass sie ihren Kindern nicht genug Zeit widmen (können). Leider übernehmen Kinder unkritisch dieses Verhalten; schon werden in der Grundschule Freunde und Gefälligkeiten mit kleinen Geschenken erkauft.

Ein weiteres Zeichen unserer kommerzialisierten Gesellschaft ist, dass nichts mehr repariert wird, sondern gleich entsorgt. Was sich auf materielle Dinge bezieht, wird auch auf das soziale adaptiert. So wurden beispielsweise im Jahr 2015 in Deutschland 163.335 Ehen geschieden. „In guten wie in schlechten Zeiten“ ist in unserer „Wegwerf-Gesellschaft“ zu einer hohlen Phrase verkommen. Tatsächlich ist es die Wirkung der Ursache eines mangelnden Vertrauens.

Kopf oder Herz

Da leider sehr viele Menschen in ihrer Kindheit derart geprägt wurden, dass es nichts umsonst gibt und alles an eine Gegenleistung gebunden ist, fällt es ihnen schwer an die bedingungslose Liebe zu glauben. Psychologisch gesehen, ist das nicht mal weiter verwunderlich. Erfahrungen, Konditionierungen, Vorurteile, Beurteilungsfehler und Glaubenssätze prägen das eigene Einstellungskonzept und lassen diesen Gedanken nicht zu. Unser Verstand nimmt z. B. alles gemäß unserer Glaubenssätze wahr und unsere Glaubenssätze werden durch diese Wahrnehmung darüber hinaus noch gefestigt.

Die meisten werden weder kognitiv, affektiv noch konativ etwas ändern, wenn es den eigenen Programmen widerspricht – eine Schutzfunktion der eigenen Psyche. Wenn man dieses System jedoch nicht erkennt, kann man sehr schnell in einen Teufelskreis geraten. Man kann aber auch das eigene Einstellungskonzept auflösen oder transformieren und dadurch die Wahrnehmung ändern. Ein Werkzeug dafür sind die 5 Core Keys des Shaolin Coaching.

Liebe braucht Übung

Bedingungslose Liebe geht nicht von jetzt auf gleich. Es ist ein Prozess, der sich entwickeln muss. Das Schöne ist, dass man es jederzeit üben kann und jeden Fortschritt sofort spürt. Bedingungslose Liebe beginnt im Kleinen mit Höflichkeit, Freundlichkeit und Respekt. Halten Sie jemanden die Tür auf, bedanken Sie sich aufrichtig, wenn jemand sie für Sie aufhält. Helfen Sie anderen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Seien Sie freundlich auch und gerade zu Menschen, die unfreundlich zu Ihnen sind. Sie werden davon in hohem Maße profitieren, denn wenn Sie das regelmäßig praktizieren, wird daraus ein Automatismus. Sie können gar nicht mehr anders als freundlich zu sein. Ihr Vorteil dabei: Sie werden sich deutlich weniger ärgern und dadurch auch weniger Stress erleben. Mal abgesehen von einem freundlichen Feedback (Resonanz), tun Sie damit auch Ihrer Gesundheit einen unbezahlbaren Dienst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.